#StadtLandBild in der Neuseeland-Edition

Vom 21. Februar bis zum 4. März 2017 zeige ich dir täglich auf Instagram ein #StadtLandBild aus Neuseeland.

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Worum gehts?

In der Sammlung Moderne Kunst der Pinakotheken in München wird bis zum 23. April 2017 die Ausstellung „Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften“ gezeigt. Parallel dazu laden die Pinakotheken auf ihrer Website dazu ein, sich fotografisch dem Werk Renger-Patzsch zu widmen und Fotos im Stil jener von Renger-Patzsch auf Instagram mit dem Hashtag #StadtLandBild zu posten. Eine Auswahl der so entstandenen Fotografien wird in der Ausstellung der Pinakotheken präsentiert.

Wie sehen sie aus, die Stadtrandlandschaften, Vorstadtsiedlungen, Schrebergärten und Industrieanlagen von heute? Lässt sich ein Funke von Natur auch in einem Industriegebiet finden? Zeigt uns Eure aktuellen Eindrücke von Urbanität und Umnutzung […].“

Im Idealfall könnten die Bilder eine eigene Dynamik entwickeln, kollektives digitales Kommunizieren ermöglichen und ein modernes Gesamtbild von Landschaften verschiedenster Art zeigen, so die Pinakotheken.

Die Fotografien von Albert Renger-Patzsch

Der Industrie- und Sachfotografen Albert Renger-Patzsch (1897-1966) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Fotografie der Neuen Sachlichkeit. „Renger-Patzschs sachlich klare Darstellungen von industriellen Objekten, Alltagsgegenständen und Architektur waren richtungsweisend für die Bildästhetik der Fotografie der Moderne und wirken bis heute nach. […]
In den Jahren 1927-1935 nahm Albert Renger-Patzsch eine umfassende fotografische Serie von Stadtrand- und Haldenlandschaften, Vorstadtsiedlungen, Schrebergärten und Zechenanlagen im Ruhrgebiet auf. Diese Werkgruppe stellt eine der wenigen
nicht auftragsgebundenen Arbeiten Renger-Patzschs dar.“ (Quelle)

Die Kulturkonsorten stellen auf einer Projektseite zur Ausstellung zudem fest, dass diese Fotografien auf seinen Reisen, zwischen seinen Aufträgen, unterwegs und nebenbei entstanden seien. „Dabei geht es uns nicht nur um den Ort, sondern auch den Moment. Auch wenn Renger-Patsch seine Fotos immer präzise konstruierte und arrangierte, so sind sie doch wohl auch mal „zwischendrin“ entstanden, situativ und im Anlass (nicht in der Umsetzung) spontan.

Stadtsatz: #StadtLandBild in der Neuseeland-Edition

Die „grüne Insel“ Neuseeland ist für ihre weiten, scheinbar unberührten Landschaften bekannt. Industrielandschaften und Urbanität sind nicht gerade das, woran du beim Stichwort „Neuseeland“ denken dürftest. Bestenfalls kommen dir noch große Agrarflächen in den Sinn, auf denen Schafe weiden oder Kiwis angebaut werden.

Urbanität? Man kennt Christchurch aus den Nachrichten, Neuseelands Hauptstadt Wellington und die größte Stadt des Landes – Auckland. In ganz Neuseeland wohnen, auf einer Fläche fast so groß wie Italien, nur ungefähr so viele Einwohner wie in München und Köln.

Ein Drittel aller Neuseeländer lebt in der Metropolregion um Auckland auf der Nordinsel. Die Stadt, in der ich längere Zeit lebte, ist über weite Flächen hinweg zersiedelt. An das dicht bebaute Central Business District (CBD) mit seiner modernen Skyline schließen sich die nahtlos ineinander übergehenden Vorstädte an. Riesige suburbs mit unzähligen, ein- bis maximal zweigeschossigen Einfamilienhäuser mit Garten verteilen sich über die rund fünfzig Vulkane, auf denen Auckland errichtet wurde.
Der Großteil der Bewohner lebt in einem eigenen Haus auf einem Viertel-Acre (ca. 1.000 m2 Grundstücksfläche), 70 Prozent der Haushalte in Auckland sind 1-Personen-Haushalte.

Oder kurz zusammengefasst: Der Flächenverbrauch pro Person ist in Auckland extrem hoch. Das führt einerseits zu einer starken Zersiedelung des Ballungsgebietes, aber andererseits auch zu zahlreichen kleinen, grünen Oasen in denen die Natur noch nicht vollständig verdrängt wurde oder sich ihren Platz zurück erobert hat.

In meinem Alltag habe ich viele unterschiedliche Stadträume aufgespürt und fotografisch festgehalten: entlang der Bus- und Bahnlinien, häufig fernab aller Sehenswürdigkeiten, zwischen meinen Reisen, aber auch während meiner mehrwöchigen Ausflüge durchs Land der langen weißen Wolke. Skurrile Hauptstadtmomente, wunderschöne Verbindungen von Architektur und Natur, ebenso wie Einblicke hinter die Kulissen der Vorstadtfassaden. Unglaublich schöne Straßenzüge und die vergammelten Ecken der Stadt mit der dritthöchsten* Lebensqualität weltweit.

#StadtLandBild unterwegs mit den Herbergsmüttern und Kulturkonsorten

Am 4. März finden in München, Wesseling, Leverkusen und Duisburg Instawalks auf den Spuren von Albert Renger-Patzsch statt. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird jedoch gebeten (Die Plätze sind begrenzt!).

Alle Informationen findest du bei den Kulturkonsorten (München, #StadtLandMuc) sowie bei den Herbergsmüttern (Ruhrgebiet, #StadtLandWess #StadtLandLev und #StadtLandDuis).

About
Hej, ich bin Anett Ring. Freie Architekturjournalistin, Master of Arts in Architektur und Geek mit Fundament. Ich schreibe, skizziere und hinterfrage. Architektur ist mein Wortschatz. Baukultur und Welterbe spreche ich fließend. Häuser baue ich nicht, aber Websiten für Architekten. Auf anettring.de erfährst du mehr darüber.

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