Die 25 besten Architekturbücher 2016 [Teil 2: 8-25]

 In Meine Buchempfehlungen., Mit Architektur und Baukultur.

Insbesondere die Shortlist des DAM Architectural Book Awards hielt in diesem Jahr zwei Überraschungen bereit. Darauf fanden sich zwei Titel, die Anfang September bereits von der Stiftung Buchpreis zu den schönsten deutschen Büchern gekürt wurden. Diese stelle ich dir im ersten Blogbeitrag vor.

[Und so wurde aus meinen beiden Übersichten 7 + 10 + 10 = 25 Bücher 😉 , eine kleines mathematisches Wunder.]

Meine Favoriten: Die Bücher der Shortlist waren es auch, die mich in diesem Jahr besonders  angesprochen haben. Beim ersten Durchblättern haben mir „Veduten der Normalstadt“*, „Up Up: Stories of Johannesburg ́s Highrises“* und „Gisela Erlacher – Himmel aus Beton“*, besonders gut gefallen – auch, weil sie sehr außergewöhnliche Blickwinkel auf unsere Städte einnehmen. Thematisch spannend, finde ich „The Architectural Heritage of Sri Lanka“*, „SUDU: Research / Manual“* und die drei Preisträger „Housing Cairo: The Informal Response“*, „Habitat Marocain Documents – Dynamics Between Formal and Informal Housing“* und „African Modernism – Architecture of Independence. Ghana, Senegal, Côte d’Ivoire, Kenya, Zambia“*, die sich jeweils regional-spezifischen Themen der Architektur annehmen.

 

Bist du auf der Suche nach mehr guten Büchern? Ich habe in meinem Blog bereits die Preisträger des DAM Architectural Book Award 2014 und 2015 vorgestellt. Hier findest du alle Buchempfehlungen.

Preisträger des DAM Architectural Book Award

African Modernism – Architecture of Independence. Ghana, Senegal, Côte d'Ivoire, Kenya, Zambia | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: Park Books

Künstlerische Gestaltung: Marie Lusa

Fotografien/Illustrationen: Iwan Baan, Alexia Webster

Auszug aus der Jurybegründung:Es werden 80 modernistische Bauten in den fünf Ländern Ghana, Senegal, Côte d’Ivoire, Kenia und Zambia vorgestellt, gebaut in den 1960ern und 1970ern, den jungen Jahren der Unabhängigkeit, als die Hoffnungen am größten war. Und sie präsentieren sich als unbekannt und neu für unsere Augen, wenn auch einige ihrer Architekten aus Europa stammen. Bemerkenswerte Entdeckungen, unser übliches Afrikabild mit all seinen Katastrophen und Elend wird in die Richtung cooler mid-century modernism transformiert.
Das Buch schafft sein Material kaum, es ist überwältigend, quillt über. Diese Überfülle, sonst als chaotisch gesehen, spiegelt seinen Gegenstand gut wieder. Der Autor sieht dies als einen Beginn der Erforschung der Sub-Sahara, als eine erste Anstrengung und er hofft, dass ihm andere folgen mögen.

Zudem werden noch die „quirligen“ und „sehr lebendigen“ Fotografien gelobt und sehr überhöhte die Tatsache bewertet, dass diese von Iwan Baan stammen.

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Dieter Kienast – Stadt und Landschaft lesbar machen | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: gta Verlag

Künstlerische Gestaltung: Büro 146. Valentin Hindermann, Madeleine Stahel, Maike Hamacher mit Tiziana Artemisio und Barbara Hoffmann

Fotografien/Illustrationen: Georg Aerni, Christian Vogt

Inhalt: Dieter Kienast (1945 – 1998) war ein Schweizer Landschaftsarchitekt, der zu den renommiertesten seiner Zunft im Europa der 1990er Jahre zählte. Er arbeitete u.a. mit den bekannten Architekten Herzog und de Meuron zusammen und gestaltete beispielsweise Projekte auf der Expo 200 in Hannover, die Außenanlagen der Tate Modern Gallery oder den Berliner Park auf dem Bundespräsidenten-Dreieck (Moabit). „Seine Freiräume sollten die sich auflösenden Gegensätze von Stadt und Land lesbar machen und in ihrer ästhetischen Erfahrbarkeit die Bewältigung eines immer komplexer werdendes Alltagsleben unterstützen.
Das Buch bietet die erste kritische Auseinandersetzung mit Kienasts realisiertem Werk, seiner Entwurfshaltung und seinen theoretischen Positionen.
“ (Verlagsangaben)

Eine ausführliche Rezension des Buches findest du in der Neuen Zürcher Zeitung.

Auszug aus der Jurybegründung:In „Stadt und Landschaft lesbar machen“ schlüsselt Anette Freytag anschaulich auf, wie Entwurf, Theorie und Darstellung bei Dieter Kienast miteinander verwoben sind und sich in seinem Werk künstlerische, wissenschaftliche, intellektuelle und soziale Aspekte vereinen (gta Verlag). Dadurch unterscheidet sich das Buch deutlich von bereits existierenden Bildbänden.

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Habitat Marocain Documents – Dynamics Between Formal and Informal Housing | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: Park Books

Künstlerische Gestaltung: Adrian Ehrat

Inhalt: Das Buch handelt von der Siedlung „Habitat Marocain“, die die beiden Schweizer Architekten Jean Hentsch und André Studer von 1954-1956 in der marokkanischen Stadt Casablanca für einheimische Bewohner bauten. Es beleuchtet das Spannungsfeld zwischen kulturellen Annahmen der Architekten und tatsächlichen Lebensweisen der Bewohner.

Auszug aus der Jurybegründung / Inhalt:Sie [Anm.: Jean Hentsch und André Studer] bauten ein strukturalistisches Meisterwerk, das versuchte, Ansätze der regionalen Vernacular Architecture aufzunehmen und künftige Transformationen in der rigiden Struktur zu ermöglichen. Anhand der sehr historisch anmutenden Reisefotos der Architekten im Land zu jener Zeit lässt sich dieser Ansatz nachverfolgen. Anschließend werden die tatsächlichen Transformationen der nächsten 60 Jahre gezeigt und damit das Leben dieser Bauwerke und offenbaren ein typisches Dilemma wohlmeinender Westler, deren kulturelle Vorurteile mit den echten Lebensgewohnheiten der Bewohner kollidieren.
So werden zum Beispiel horizontale Fensterbänder, die gestalterisch auf der Höhe der westlichen Zeit daher kommen, entlarvt, indem die Bewohner sie später zu kleinen Löcher zumauern, um der Hitze und der Helligkeit zu entkommen.

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#4 „Housing Cairo: The Informal Response“* von Marc Angélil, Charlotte Malterre-Barthes u.a.

Housing Cairo: The Informal Response | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: Ruby Press

Künstlerische Gestaltung: Charlotte Malterre-Barthes, Something Fantastic (Julian Schubert, Elena Schütz, Leonard Streich)

Fotografien/Illustrationen: Studierende im Studiengang Master of Advanced Studies in Urban Design an der ETH Zürich

Jurybegründung / Inhalt:Housing Cairo dokumentiert den Aspekt der informellen Urbanisation der 20-Millionen-Metropole Kairo. Das Buch ist das Ergebnis eines Master-Kurses (Master of Advanced Studies in Urban Design at ETH Zurich) unter Marc Angélil und zeigt an anhand einer Foto- und Plandokumentation die historische Entwicklung bis zum heutigen Tage. Am Beispiel eines auf der Westseite des Nils gelegenen Stadtteils wurden über Fotos und analytische Zeichnungen die Konstruktionsmethoden der sehr dichten Cluster analysiert.
Darauf aufbauend entwickeln die Studierenden Designstrategien zur weiteren Verdichtung der Nachbarschaften. Ein Fokus liegt dabei auf der Illustration des soziokulturellen Hintergrundes der neu entstehenden Strukturen. Das Buch ist ein Plädoyer für eine dichte Urbanisierung zur Reduzierung einer weiteren Ausdehnung der Metropole in die agrikulturell wertvollen Bereiche.
‚Housing Cairo‘ ist mit seinem klaren und durchdachten Konzept ein sehr schönes, kompaktes Kompendium zu einem wichtigen Thema.

Auch wenn mich das Buch gestalterisch nicht überzeugen konnte, so begeistert mich umso mehr das Thema, das von den Studierenden sehr vielseitig und detailliert bearbeitet wurde. Eine ausführliche Rezension des Buches findest du bei world-architects.com.

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Das leichte Haus. Utopie und Realität der Membranarchitektur | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: Spector Books

Künstlerische Gestaltung: Ludovic Balland Typography Cabinet, Basel, Siri Bachmann

Inhalt: Ausgangspunk der fundierten Untersuchung von Walter Scheiffele ist das 1926 veröffentlichte Buch „Der Raum als Membran“. Darin hatte Siegfried Ebeling seine Theorie der biologischen Architektur entwickelt. Obwohl er damit bekannte Architekten seiner Zeit, wie Walter Gropius und Mies van der Rohe, beeinflusste, wurden Ebeling und sein Buch vergessen. Er starb verarmt und vereinsamt.
Gemeinsam mit „Das leichte Haus. Utopie und Realität der Membranarchitektur“* von Walter Scheiffele veröffentlichte das Bauhaus Dessau einen Reprint von Ebelings Buch.

Auszug aus der Jurybegründung / Inhalt:Anhand Ebelings Biografie wird die Geschichte des Leichtbaues und seiner Theorien erzählt. Sie reicht von der Gläsernen Kette und Bruno Taut, Paul Scheerbart und Hermann Finsterlin, über die Metallhausprojekte von Hugo Junkers bis zu Frei Otto und Werner Sobek. Mit den zeitgenössischen Architekten wurden Interviews geführt und in das Buch aufgenommen.

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#6 „Manual of Section“* von Paul Lewis, Marc Tsurumaki und David J. Lewis

Manual of Section | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: Princeton Architectural Press

Künstlerische Gestaltung: Lewis.Tsurumaki.Lewis

Auszug aus der Jurybegründung / Inhalt:Die Idee ist so verblüffend naheliegend, dass man sich sehr darüber wundert, dass bislang noch niemand darauf gekommen ist: 62 Gebäude aus dem 20. Jahrhundert werden in neu gezeichneten Schnitten (strenggenommen: Schnittperspektiven) dargestellt. Diese Schnitte zeigen nicht nur die jeweiligen räumlichen Qualitäten, sondern geben auch Auskunft über die Konstruktion der Bauten. Wände und Böden werden buchstäblich aufgeschnitten. Dabei kommt Überraschendes zum Vorschein: Wer weiß denn schon, dass die Ronchamps-Kapelle von Le Corbusier weitaus weniger massiv ist, als man bisher immer dachte!? Einblicke, die sich aus der Methode des Schnitts ergeben, machen das Buch zum Lehrbuch, das alle Architekturstudentinnen und –studenten ab dem ersten Semester zur Hand nehmen sollten.

Laut Jury kann zudem jener Teil „überblättert werden“, in dem die Autoren die Projekte des Architekturbüros vorstellen, in dem sie gemeinsam arbeiten. „Auch das Cover hat der Jury nicht gefallen.“ Ich finde die Idee hinter dem Buch ganz okay, hätte mir aber mehr Informationen und Analysen zu den gezeigten Gebäuden gewünscht. Dem Buch vorangestellt ist zwar auch eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, dennoch würde ich es – anders als die Jury – nicht als Lehrbuch für „alle Architekturstudentinnen und -studenten“ empfehlen.

Auf den Seiten des Verlages kannst du aber durch das Buch blättern und dir selbst ein Bild machen. Zudem findest du bei archdaily.com auch noch eine ausführliche Rezension.

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#7 „Nadogradnje – Urban Self-Regulation in Post-Yugoslav Cities“* von Martin Düchs, Monika Grubbauer, Hanna Hilbrandt, Vladimir Kulić, Sven Quadflieg und Dubravka Sekulić

Nadogradnje – Urban Self-Regulation in Post-Yugoslav Cities | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: M BOOKS

Künstlerische Gestaltung: Sven Quadflieg

Fotografien: Gregor Theune

Auszug aus der Jurybegründung / Inhalt:Ausgehend von einem Foto-Zyklus von Gregor Theune beschäftigt sich das Buch mit dem Phänomen des Aufstockens, der Erweiterung und des Weiterbaus bestehender Wohnhäuser in den Nachfolgestaaten des früheren Jugoslawiens („Nadogradnje“). Der Band präsentiert gut zwei Dutzend dieser Fotografien, von denen eine eigentümliche Faszination ausgeht: Immer wieder werden Plattenbauten aus sozialistischen Zeiten aufgestockt – nicht selten durch holzverkleidete Hütten mit Giebeldächern.
Diese Form der informellen Architektur – ohne fachmännische Planung und abseits aller Bauvorschriften und -standards – beschreiben die Herausgeber als eine Form von „urbaner Selbstregulierung“, die sich offenbar gerade im Machtvakuum der kollabierenden staatlichen Strukturen Ex-Jugoslawiens rapide verbreitet.

In sechs Essays diskutieren Architekten und Stadtforscher die „Nadogradnje“-Bauten als Beispiele einer „autonomen Architektur“, bei der die Bewohner ihr Recht auf Wohnen selbst in die Hand nehmen und realisieren.

Bei Baunetz findest du eine ausführliche Rezension dieses Buches.

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#8 „The Other Architect. Another Way of Building Architecture“* von Giovanna Borasi (Hg.)

The Other Architect. Another Way of Building Architecture | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: Spector Books

Künstlerische Gestaltung: Jonathan Hares

Auszug aus der Jurybegründung / Inhalt:In diesem Ausstellungskatalog, der in Zusammenarbeit mit dem Canadian Centre for Architecture entstanden ist, geht es um „The Other Architect“, also nicht um Formen von Architektur und um klassische Architekturproduktion, sondern darum, wie außerhalb herkömmlicher Strukturen und jenseits gebauter Konstruktionen neue Räume und Laboratorien des Arbeitens und Reflektierens geschaffen werden können. Es geht nicht um Bauen oder Bauten, sondern um Denken.“

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#9 „This is Frank Lloyd Wright“* von Liz Faber (Hg.)

This is Frank Lloyd Wright | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: Laurence King Publishing

Künstlerische Gestaltung: Laurence King Publishing, Art Director Angus Hyland

Illustrationen: Michael Kirkham

Auszug aus der Jurybegründung: „Diese kleine Publikation ist eine gekonnte Mischung aus einer durchaus ernstzunehmenden Architektenmonografie über den legendären amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright und einer unterhaltsamen Annäherung an eine höchst schillernde Persönlichkeit – den geschätzten Lehrer, den gescheiterten Geschäftsmann, den Lebemann. Sogar der extravagante Kleidungsstil Wrights bleibt nicht unerwähnt. Kurzweilige Texte und üppige Illustrationen, der Einband aus massiver Pappe geben „This is Frank Lloyd Wright“ die Anmutung eines Kinderbuches. Eine geschickte Tarnung einer gelungenen Einführung in die Arbeit eines der größten Architekten der Gegenwart – pädagogische Literatur at its best.

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#10 „Völlig losgelöst – Architektur der 1970er- und 1980er-Jahre in der Nordwestschweiz und den grenznahen Regionen“* von Christian Flierl, Ulrike Jehle-Schulte Strathaus und Roger Ehret

Völlig losgelöst | © Foto: Uwe Dettmar

Verlag: Park Books

Künstlerische Gestaltung: Andreas Hidber

Fotografien: Christian Flierl

Auszug aus der Jurybegründung / Inhalt:Abgesehen von dem Titel „Völlig losgelöst“, der sich offensichtlich auf ein Kapitel der Popmusik aus den 70er und 80er Jahren bezieht, erscheint das Buch in Format und Gestaltung zunächst wie ein klassischer Bildband. Üblicherweise verstauben diese mit Bildern vollgestopften Bücher über Städte und Regionen relativ schnell im Regal. Doch dieses Buch verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit – auch jenseits der Nordwestschweiz und den grenznahen Regionen, die hier in Bildern dargestellt werden. Das Buch zeigt aktuelle Architekturfotografien von Gebäuden der gleiche Epoche, auf die sich der ein wenig reißerische Titel des Buches bezieht. Darin zu finden sind alles andere als die zu erwarteten bunten Postkartenmotive von normalerweise als sehenswürdig eingestuften Bauwerken.

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Shortlist des DAM Architectural Book Award

#1 „The Architectural Heritage of Sri Lanka“* von C. Anjalendran, David Robson

The Architectural Heritage of Sri Lanka | © Laurence King Publishing

Verlag: Laurence King Publishing

Inhalt: Mit diesem Buch wird das architektonische Erbe Sri Lankas gefeiert. Seit den späten 80er Jahren zeichnete Architekt C. Anjalendran mit Tinte und Bleistift auf Transparentpapier fast die gesamte Architektur Sri Lankas auf. Daraus gestaltete er, gemeinsam mit dem Architekten und Autor David Robinson (der früher sein Lehrer war) sowie dem Fotografen Dominic Sansoni dieses Buch, das einen breiten Querschnitt aus den klassischen Epochen der Anuradhapura und Polonnaruwa bis zur Unabhängigkeit von 1948 zeigt. Die Zeichnungen sind sehr detailliert, die ergänzenden Texte aufschlussreich, die Fotografien geben einen tollen Einblick in die Geschichte der opulenten Architektur des Landes.

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#2 „Architecture Reading Aid Ahmedabad“* von Niklas Fanelsa, Marius Helten, Björn Martenson und Leonard Wertgen

Architecture Reading Aid Ahmedabad | © Ruby Press

Dieses Buch hast du wahrscheinlich schon in meinem ersten Blogbeitrag gesehen, da es neben der DAM Architectural Book Award Shortlist auch von der Stiftung Buchkunst e.V. als eines der schönsten deutschen Bücher ausgezeichnet wurde.

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Designing TWA | © Park Books

Verlag: Park Books

Inhalt: 

Laut Verlag die „erste, längst fällige Monografie über eine Architekturikone der 1960er-Jahre: den TWA-Terminal am New Yorker JFK-Flughafen.

Fliegen war die Zukunft, Fliegen war aufregend und glamourös. Dies wollte der finnische Architekt Eero Saarinen (1910–1961) mit dem exklusiven Gebäude für die Trans World Airlines (TWA) ausdrücken. Bis heute fasziniert die einzigartige Gestaltung jeden Betrachter. Obschon eines der bekanntesten Bauwerke New Yorks, fehlte bisher eine Monografie zum TWA-Terminal ebenso wie eine kritische Baugeschichte. Denn obwohl als Ikone des Düsenzeitalters vermarktet, erwies sich bald, dass das TWA Flight Center den Anforderungen nicht gewachsen war und dass die schnell wachsenden Passagierströme darin nicht bewältigt werden konnten. Seit 2001 ist der denkmalgeschützte Bau geschlossen und wartet auf eine neue Nutzung.

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#4 „Extra Ordinary“* von Simon Allford

Die 25 besten Architekturbücher 2016 [Teil 2: 8-25]

Verlag: Fifth Man

Inhalt: Die Informationen zu diesem Buch sind im Internet recht spärlich gesät und auch Möglichkeiten zum Erwerb des Buches konnte ich ad-hoc nicht ausfindig machen. In einem book review des Architects’ Journal gibt es einige wenige Informationen zum Inhalt. Unter anderem, dass Simon Allford vom Architekturbüro Allford Hall Monaghan Morris (AHMM) im Mini-Publishing Buch „Extra Ordinary“ seine Gedanken zur Architektur und dem Theater der Alltags vor stellt.

#5 „Himmel aus Beton – Gisela Erlacher“* von Gisela Erlacher, Lilli Lička und Peter Lodermeyer

Himmel aus Beton | © Park Books

Verlag: Park Books

Inhalt: Die Fotografien Gisela Erlacher bildet in diesem Buch jene Orte ab, die durch Brücken und Aneignung entstehen. „In China, Grossbritannien, den Niederlanden und Österreich fotografierte sie jene «Nicht-Orte», die geprägt sind durch das «Darunter» und die daraus erwachsenden, ganz spezifischen und immer wieder verblüffenden räumlichen Konfigurationen und Nutzungen.“ Ergänzt wird das Buch durch Essays von Lilli Lička und Peter Lodermeyer.

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#6 „Martin Rauch, Gebaute Erde – Gestalten & Konstruieren mit Stampflehm“* von Otto Kapfinger (Hg.) und Marko Sauer (Hg.)

Gebaute Erde | © DETAIL

Verlag: DETAIL

Inhalt: Ein Planungshandbuch über Stampflehm, dessen Anwendung und Gestaltung in unterschiedlichen Bauteilen erläutert wird. Ergänzt wird das Buch durch Essays über das Material selbst und seine spezifischen Aspekte im Bereich der Baubiologie, Bauphysik und in Zulassungsfragen.

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#7 „Stadtbilderklärer Gera-Lusan“* von Christoph Liepach

Stadtbilderklärer Gera-Lusan | © Mitteldeutscher Verlag

Verlag: Mitteldeutscher Verlag

Inhalt: „In Gera wurde das seit 1972 errichtete Neubaugebiet Lusan bis 1985 zum größten des Bezirkes. Der in Gera geborene Designer Christoph Liepach hat sich auf Spurensuche vor Ort begeben, hat mit Zeitzeugen gesprochen, Archive durchforstet und selbst fotografiert. Herausgekommen ist ein Band, der nicht nur als Erinnerungsbuch dienen kann, sondern vor allem ein exemplarisches Beispiel für den Wohnungsbau in der DDR liefert.“

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#8 „SUDU: Research / Manual“* von Dirk E. Hebel (Hg.) Melakeselam Moges (Hg.) und Zara Gray (Hg.) u.a.

SUDU Research / Manual | © Ruby Press

Verlag: Ruby Press

Inhalt: SUDU – die Sustainable Urban Dwelling Unit – ist ein vollwertiger Prototyp für ein erschwingliches zweistöckiges Haus, das mit traditioneller Bautechnik und regionalen Baumaterialien in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba gebaut wird. Er wurde gemeinsam vom Ethiopian Institute of Architecture, Building Construction and City Development und der ETH Zürich entwickelt. Das Projekt zeigt, wie sich die reichen Traditionen des Lehmbaus auf die heutigen Bedürfnisse anpassen lassen. In einem Construction Blog wurde das Projekt auch begleitet.

Im ersten Band wird die Geschichte der äthiopischen Architektur, die postkoloniale und derzeitige Bauindustrie sowie die Herausforderungen der rasanten Urbanisierung des Landes vorgestellt. Der zweite Band, ein Handbuch mit mehr als 600 detaillierten Zeichnungen und Anleitungen, zeigt, wie man Schritt für Schritt aus Lehm ein Haus bauen kann. Hierfür werden auch die typischen Bautechniken beschrieben.

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#9 „Up Up: Stories of Johannesburg ́s Highrises“* von Nele Dechmann (Hg.) u.a. Hrsg.

Up Up: Stories of Johannesburg's Highrises | © Hatje Cantz Verlag

Auch dieses Buch wurde als eines der schönsten deutschen Bücher von der Stiftung Buchkunst e.V. ausgezeichnet. Alle Angaben findest du also in meinem ersten Blogbeitrag.

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#10 „Veduten der Normalstadt“* von Franz Schiermeier

Veduten der Normalstadt | © Franz Schiermeier Verlag

Verlag: Franz Schiermeier Verlag

Inhalt: Erinnerst du dich an deine Fahrschulprüfung? Matthias Castorph, Professor für Stadtbaukunst und Entwerfen an der Technischen Universität Kaiserslautern, hat aus Alltagsdarstellungen in Fahrschullehrbüchern die Autos entfernt und die Abbildungen mit samt der Bildunterschriften in „Veduten der Normalstadt“* publiziert. Damit lenkt er den Blick auf das, was normalerweise übersehen wird – den Hintergrund, den Bordstein, das Normale.
Das Buch wird von einem Vorwort des Soziologen Julian Müller von der LMU München begleitet, das er mit folgenden Worten abschließt: „Wie bei jeder Vedute kann der Betrachter auch hier die Probe aufs Exempel machen und die entsprechenden Bilder an der Wirklichkeit überprüfen. Es ist zwar nicht Urbino und auch nicht Dresden oder Venedig, das er hier zu sehen bekommt, sehr wohl aber sind es Orte, die er bereits immer schon gesehen hat irgendwo, gekennzeichnet durch deren Unauffälligkeit, Unaufdringlichkeit und Unaufsässigkeit.

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